BEWERBUNGSGUIDE

Ein Ratgeber für die Jobsuche im Gastgewerbe

Endlich! Die Ausbildung ist abgeschlossen, Du hast mit Deinen Freunden darauf angestoßen und alle sind happy. Aber aufgepasst, die spannendste Zeit Deines Lebens beginnt erst jetzt. Der erste Beruf, das erste eigene Einkommen – vielleicht sogar die erste eigene Wohnung?
Doch bis dahin ist einiges zu tun. Die richtige Stelle zu finden ist nämlich nicht so einfach. Der Bewerbungsguide von Gastro Südtirol begleitet Dich Schritt für Schritt zu Deinem Traumjob. Auf dem Weg von der Bewerbung bis zum Vorstellungsgespräch unterstützen wir Dich mit wertvollen Tipps und nützlichen Ratschlägen. Los geht’s

 

1.0

RICHTIGE VORBEREITUNG

Es gibt viele Möglichkeiten einen Job im Gastgewerbe zu finden. In Zeitungen oder auf Facebook stolpert man immer wieder auf Stellenangebote. Eine tolle Möglichkeit für die aktive Suche bietet Dir das Jobportal von Gastro Südtirol – hier kannst Du Dich erstmals nach spannenden Stellen umsehen. Mache Dir einen ersten Eindruck, was der Südtiroler Arbeitsmarkt im Moment zu bieten hat.
Es ist hilfreich, wenn Du bereits eine konkrete Vorstellung von Deinem Traumjob hast. Nachfolgend findest Du eine Liste mit den wichtigsten Fragen, die Du dir stellen solltest. Natürlich musst Du nicht gleich auf alle Fragen eine Antwort haben. Du solltest Dich aber auch nicht zu sehr auf bestimmte Kriterien festlegen. Ein Stellenangebot, das genau Deinen Vorstellungen entspricht, gibt es leider selten. Das ist aber kein Problem, wir Gastros sind ja bekannt für unsere Flexibilität 😉

In welcher Position möchte ich arbeiten?
 In welchem Bezirk Südtirols soll der Betrieb liegen?
 Welche Art von Betrieb soll es sein? Hotel, Berghütte, Gourmet-Restaurant..?
 Sollte vom Betrieb eine Unterkunft gestellt werden?
 Vollzeit oder Teilzeit?
 Welches Arbeitsverhältnis strebe ich an? Saisonstelle, Jahresstelle, Aushilfe, Lehrvertrag..?

Stellenangebote genau lesen

Lese den Anzeigetext und die Details des Stellenangebotes besonders genau durch. Was erwartet sich der Arbeitgeber? Passe ich zu dieser Stelle bzw. bringe ich die nötige Qualifikation mit? Bitte mache nicht den Fehler und bewirb Dich auf eine Stelle, für die Du nicht qualifiziert bist. Das ist Zeitverschwendung und hinterlässt einen schlechten Eindruck.

Interessante Jobs abspeichern

Im Jobportal von Gastro Südtirol kannst Du nach verschiedenen Kriterien filtern. Das erleichtert Dir die Suche enorm und Du kannst Dir einen schnellen Überblick verschaffen. Melde Dich am besten auf Gastro Südtirol an. Dann kannst Du nämlich die Jobs, die Dich interessieren abspeichern. Am Ende hast Du dann eine übersichtliche Liste mit allen Jobs, die für Dich in Frage kommen.

Typische Fehler bei schriftlichen Bewerbungen

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Falscher Ansprechpartner

Sende die Bewerbung direkt an die jeweilige Ansprechperson. Die Bewerbung wirkt so persönlicher und gradliniger. In den Stellenangeboten auf Gastro Südtirol werden die richtigen Bezugspersonen meistens genannt.

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Rechtschreib- und Grammatikfehler

Klingt banal, kann Dich aber sofort ins Aus katapultieren. Verfolge bei der schriftlichen Bewerbung eine Null-Fehler-Toleranz was Rechtschreib- und Grammatikfehler angeht. Lasse Deine Unterlagen zur Sicherheit von einer anderen Person korrekturlesen.

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Kein Unternehmensbezug

Standartbewerbungen wirken nicht nur unpersönlich, sondern symbolisieren dem Arbeitgeber auch, dass Du dich nicht mit dem Unternehmen befasst hast.
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Veraltete/unvollständige Angaben

Halte die Angaben auf dem aktuellsten Stand und achte darauf, dass alle wichtigen Informationen vorhanden sind. Unvollständige Bewerbungen landen schnell im Papierkorb.

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Kein Foto

Zu jeder guten Bewerbung gehört ein gutes Foto. Wenn Du noch kein Bewerbungsfoto hast, kannst Du in einem Fotostudio für wenige Euro eines knipsen lassen. Achte außerdem auf die Aktualität des Fotos. Urlaubsfotos, zerzauste Frisur oder zerknittertes Hemd sind genau so wenig angebracht, wie Schnappschüsse vom Automaten.
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Arroganz

Meine Bewerbungen heben mich von anderen Bewerbern ab. Wer glaubt, durch solche Phrasen Selbstbewusst zu wirken, irrt. Stelle Deine Stärken in der Vordergrund, erhebe Dich aber niemals über andere. Wer andeutet, für die Stelle überqualifiziert zu sein, wird schnell als arrogant abgestuft. Belege Deine Leistungen besser durch konkrete Erfolge.

2.0

DIE BEWERBUNGSUNTERLAGEN

Die Jobs in der Gastronomie und Hotellerie sind sehr vielfältig. Welche Informationen Du dem potentiellen Arbeitgeber zusendest, hängt stark davon ab, für welche Stelle zu Dich bewirbst.

Deine Bewerbungsunterlagen sollten aber auf jeden Fall folgende Dokumente enthalten:

Bewerbungsschreiben  Lebenslauf • Zeugnisse, Referenzen usw.

PROFI-TIPP

In der Bewerbung geht es nicht um Dich, sondern um Deinen potentiellen Arbeitgeber!

Sehr häufig sieht man Bewerbungen, in denen Kandidaten nur von sich selbst sprechen. Das ist auch verständlich, denn schließlich sehen die meisten Bewerber nur ihr eigenes Problem: ich brauche einen Job. Das führt dazu, dass die meisten Bewerbungen sehr Ich-bezogen formuliert werden. Sehe die Situation aus der Perspektive des Arbeitgebers. Versuche Deine Stärken so zu formulieren, dass der Arbeitgeber einen konkreten Mehrwert für seinen Betrieb erkennt. Schlaue Verkäufer machen es genauso: sie betonen nicht, wie toll ihr Produkt doch sei und welche Eigenschaften es hat – sie gehen auf das Problem des Kunden ein und lösen es mit einem klaren Nutzen.

2.1

DAS BEWERBUNGSSCHREIBEN

Das Bewerbungsschreiben, oder auch Anschreiben, ist das erste Dokument Deiner Bewerbungsunterlagen. Viele behaupten, das Bewerbungsschreiben sei deshalb auch das erst gelesene Dokument. Stimmt nicht immer, viele Personaler greifen erst zum Anschreiben, nachdem der Lebenslauf ihr Interesse geweckt hat. Nichts desto trotz bleibt das Bewerbungsschreiben wichtig.
Versuche im Bewerbungsschreiben folgende Fragen zu erläutern:

 

Warum bewerbe ich mich?
Warum ich? Was qualifiziert mich für diese Stelle?
Wo stehe ich aktuell beruflich / wo möchte ich beruflich hin?

Wenn Du diese Fragen beantwortest, denke an unseren Tipp: versuche aus der Perspektive des Arbeitgebers zu denken, es geht nämlich um ihn und nicht um Dich.

Kurz & knackig

Sechs bis acht Sätze sind ein guter Richtwert, wenn es um die Länge des Bewerbungsschreibens geht. Lege außerdem Wert auf einen gelungenen Einstieg. Der erste Satz muss den Leser zum Weiterlesen animieren. Vermeide Phrasen wie „Hiermit bewerbe ich mit..“. Versuche persönlich zu sein. Du kannst beispielsweise ein telefonisches Informationsgespräch als Aufhänger benutzen. Erstelle das Bewerbungsschreiben als ein eigenes Dokument, oder verwende es als Text für Deine e-Mail.

Kleine Anmerkung: lege Dir eine seriöse e-Mail-Adresse zu. Mit vorname.nachname@gmail.com kann man wohl nichts falsch machen. schnuffi98@gmail.com kommt höchstwahrscheinlich weniger gut an 😉

Quick-Tipp: Sei dir bewusst, dass Dich Floskeln wie zuverlässig, teamorientiert, ehrgeizig nicht von Deinen Mitbewerbern abheben. Behaupten kann jeder. Versuche stattdessen anhand eines konkreten Beispiels zu erläutern, warum gerade Du für diese Stelle der Richtige bist.

2.2

DER LEBENSLAUF

Der Lebenslauf, auch Curriculum Vitae genannt, gibt dem Unternehmen einen schnellen Überblick über Deine Personendaten, Schul- und Berufsbildung, beruflichen Werdegang, Fortbildungen usw.
Grundsätzlich kann man zwischen einem ausführlichen Lebenslauf in Fließtext und einem tabellarischen Lebenslauf unterscheiden. Wir empfehlen stets den tabellarischen Lebenslauf, sofern nichts anderes gewünscht wird.
Der tabellarische Lebenslauf sollte trotz seiner Übersichtlichkeit nicht länger als zwei Seiten sein. Informationen die für Deine angestrebte Position nicht relevant sind, können weggelassen werden.

Tipps zur Formatierung

Mit fett formatierten Zwischenüberschriften schaffst Du Struktur. Dadurch wird das Lesen bzw. überfliegen deutlich erleichtert.
Nutze sowohl für Bewerbungsschreiben als auch Lebenslauf denselben Schrifttyp und dieselbe Schriftgröße. Belasse es am besten bei einer seriösen und gängigen Schriftart. Comic Sans ist nur was für Künstler 😉 und wir sind das höchstens am Herd 😉

Tipps zur Formulierung

Dein Lebenslauf sollte keine zeitlichen Lücken aufweisen. Wenn Du ein Jahr auf Weltreise warst, dann gib das ruhig an. Stelle es aber als persönliche Weiterbildung oder sprachliche Fortbildung dar. Arbeitssuchend klingt besser als arbeitslos. Gib aber an, was du während dieser Phase gemacht hast, um Deine Karriere voranzubringen, z.B. der Besuch von Fortbildungen.
Sei Dir bewusst, dass Personaler jeden Satz unterschiedlich interpretieren könnten. Wenn Du schreibst, dass Du im Verein Eishockey spielst, könnte der Personalentscheider denken, dass Du teamorientiert bist. Er könnte aber genauso einen Arbeitsausfall befürchten, weil Du Dir beim Derby am Wochenende wieder zwei Zähne ausgeschlagen hast.
Zugegeben, dieses Beispiel ist sehr weit hergeholt – was ich Dir damit sagen will: denke immer einen Schritt weiter.

Nachfragen bei schriftlicher Bewerbung

Geduld ist eine Tugend, die sich auszahlt. Bitte mache nicht den Fehler und hake bereits nach einer Woche nach, wenn Du keine Antwort erhalten hast. Nach drei Wochen kannst Du Dich allerdings beim jeweiligen Ansprechpartner erkunden. Frage höflich, ob es in Bezug auf Deine Bewerbung bereits eine Entscheidung gegeben hat.

2.3

DIE RICHTIGEN ANHÄNGE

(Zeugnisse, Referenzen, Zertifikate)

Für alle Tätigkeiten, die Du im Lebenslauf aufgelistet hast (Schulbildung, Qualifikation, Arbeitserfahrung..), solltest Du Zeugnisse oder Belege vorweisen können. An dieser Stelle: vermeide unbedingt falsche Angaben! Das wird Dich nicht nur brandmarken, sondern ist auch strafbar.
Hast Du ein Arbeitszeugnis Deines letzten Arbeitgebers? Lege es ebenfalls bei. Nichts ist so glaubwürdig wie eine gute Referenz.

Solltest Du Deine Bewerbung auf dem Postweg verschicken, lege immer Kopien und keine Originaldokumente bei. Damit ersparst Du dem Arbeitgeber die Mühe, die Dokumente wieder zurückzuschicken. Außerdem weiß man nie, ob die Dokumente überhaupt zurückkommen werden.

Bei Bewerbung per e-Mail solltest Du auf die Größe der Dateianhänge achten. Versuche eine Dateigröße von insgesamt 5MB nicht zu überschreiten. Bitte benenne die einzelnen Dokumente richtig, damit sich der Personaler auskennt.

3.0

DAS VORSTELLUNGSGESPRÄCH

Toll, Du hast es bis zum Vorstellungsgespräch geschafft. Das bedeutet, dass Du auf jedem Fall zur engeren Auswahl an Kandidaten gehörst.
Nehmen wir an, Du hast den Termin zum Bewerbungsgespräch bestätigt. Jetzt gilt es, sich optimal auf das Gespräch vorzubereiten. Das gilt nicht nur für Berufseinsteiger, sondern auch für die erfahrenen Hasen.

Befasse Dich mit dem Unternehmen. Heutzutage ist es leichter denn je, ein Unternehmen bis auf die Fassaden zu durchleuchten. Nutze die Homepage, Firmenverzeichnisse, Facebook und andere soziale Netzwerke als Informationsquelle. Du kennst jemanden der bereits in diesem Betrieb arbeitet? Super, dann frag dort nach!

Seit wann existiert das Unternehmen?
Wer sind die Entscheidungsträger?
Gibt es aktuelle Meldungen über das Unternehmen?
Wie ist das Unternehmen im Markt positioniert?
Welches Image hat die Firma?
Wie ist die Firmenphilosophie?
Auf was wird besonders viel Wert gelegt?
Gibt es Besonderheiten/Alleinstellungsmerkmale im Vergleich zu Mitbewerbern?

Informiere Dich wo sich das Unternehmen befindet und wie Du es am besten erreichst. Plane genug Zeit ein, damit du rechtzeitig zum Termin erscheinen kannst, am besten 15 Minuten eher.
Nimm alle Bewerbungsunterlagen zum Bewerbungsgespräch mit. Achte darauf, dass die Unterlagen vollständig und sortiert sind. Auch ein Kugelschreiber und Notizblock sind kein Fehler – damit kannst Du Dir wichtige Infos während des Gesprächs notieren.
Präge Dir den Namen des Entscheidungsträgers ein, damit Du ihn persönlich begrüßten kannst.

Ablauf eines Vorstellungsgespräches

Bewerbungsgespräche haben kein festes Korsett. Meistens läuft es aber folgendermaßen ab:

1. Einleitungsphase: meist werden Bewerbungsgespräche mit Smalltalk vom Personaler eingeleitet. Er erkundigt sich vielleicht ob Du gut hergefunden hast – jetzt ist definitiv der falsche Zeitpunkt um sich über die ungünstige Parksituation zu beschweren 😉
Hinterlasse von Beginn an einen guten Eindruck. Ob wir jemanden sympathisch finden, entscheidet sich nämlich bereits in den ersten Sekunden der Begegnung.
Warte mit dem Händedruck bis Dir der Personalleiter die Hand reicht. Du solltest nicht mit ausgestreckter Hand auf ihn zulaufen. Überzeuge dann mit einem kurzen und festen Händedruck. Und vergiss den Augenkontakt nicht. Trete selbstbewusst auf und achte auf eine aufrechte Haltung. Nervosität ist völlig normal und die meisten Personaler haben Verständnis dafür.

2. Präsentationsphase: man wird Dir das Unternehmen kurz vorstellen. Dir wird außerdem über die dortige Arbeit und den Anforderungen berichtet. Wenn Du Dich gut vorbereitet hast, wirst Du die meisten Informationen bereits kennen.

3. Die Kennenlernphase: jetzt bist Du an der Reihe: Du wirst dazu aufgefordert, etwas über Dich zu erzählen. Das ist die Chance um Dich selbst zu präsentieren. Die Gesprächspartner werden Deine Bewerbungsunterlagen bereits kennen. Du solltest deshalb nicht das wiederholen, was sie sowieso schon wissen.
Ich erinnere noch einmal an unseren Profi-Tipp: labere nicht, wie toll Du bist, sondern versuche dem Personaler klar zu machen, wie DU dem Unternehmen weiterhelfen kannst.

4. Rückfragen-Phase: gegen Ende des Vorstellungsgesprächs wird sich der Personaler vermutlich erkundigen, ob Du noch Fragen hast. Stelle also jetzt noch wichtige Fragen die Du als relevant erachtest. Achtung: ob Du nach Feierabend die hoteleigene Wellness-Anlage benutzen darfst, zählt nicht als relevante Frage! 😉

5. Abschluss-Phase: das Bewerbungsgespräch ist zu Ende. Wahrscheinlich wird Dich der Personaler darauf hinweisen, wann Du mit einer Antwort rechnen kannst. Falls nicht, kannst Du höflich nachfragen.

Das richtige Outfit

Je nach Position, solltest Du Dich angemessen kleiden. Als Küchenhilfe musst Du nicht im Anzug zum Bewerbungsgespräch erscheinen – solltest aber trotzdem gut gekleidet sein. Für Positionen ab dem mittleren Management gehört ein Anzug allerdings zum guten Ton.

Wichtig ist, dass Dein Outfit zu Dir passt und Du dich darin wohlfühlst. Mache aber nicht den Fehler und versuche über einen völlig außergewöhnlichen Kleidungsstil, Deine Individualität auszudrücken. Es ist nun mal Fakt, dass die meisten Menschen solchen Dingen verschlossen gegenüber stehen – ob das nun Gut oder Schlecht ist, steht auf einem anderen Blatt.

Mögliche Fragen an Dich

Spontanität ist gut, aber auch für Profis. Lange Denkpausen und Gestotter bringt keine Pluspunkte. Deshalb solltest Du Antworten auf wichtige Fragen vorbereiten. Mit folgenden Fragen kannst Du rechnen:

Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben?
Was waren Ihre Lieblingsfächer in der Schule?
Was waren Ihre Motive bei der Berufswahl?
Warum wurde das letzte Arbeitsverhältnis beendet?
Warum eignen gerade Sie sich für diese Position?
Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
Was sind Ihre Stärken?
Welche Ziele verfolgen Sie mit diesem Job?

ACHTUNG! “Was sind Ihre Schwächen?”

Weiche dieser Frage geschickt aus, indem Du kleine Schwächen erwähnst, die sich nicht auf den Beruf auswirken. Du kannst auch Fehler aus der Vergangenheit ansprechen und zu welchen Lerneffekten diese geführt haben.
Oft wird Bewerbern empfohlen, mit Schwächen zu antworten, die auch als Stärken zählen könnten: „ich bin zu ordentlich, ich arbeite zu viel“. Bitte vergiss das ganz schnell, jeder Personaler wird diese abgedroschene Vorgehensweise durchschauen.

Antworten auf unangenehme Fragen

Grundsätzlich musst Du nicht auf Fragen nach Krankheiten, Familienplanung o.Ä. antworten. Solltest Du aber kein Problem damit haben, kannst Du das gerne tun. Vermeide aber Antworten auf politische Fragen – damit kannst Du schneller ins Fettnäpfchen treten als Dir lieb ist.

Gehaltsverhandlung

Mache Dich darauf gefasst, dass der Personalchef nach Deinen Gehaltsvorstellungen fragt. Informiere Dich deshalb im Vorfeld nach branchenüblichen Jahresgehältern bzw. Stundenlöhnen. Einen Überblick über die Lohntabelle im Gastgewerbe in Südtirol findest Du hier (Link zu Lohntabelle).
Nenne einen realistischen Gehaltsrahmen (von-bis), der sowohl der Branche als auch Deiner Qualifikation entspricht. Dein Gegenüber wird höchstwahrscheinlich mit einem Gegenangebot antworten, das sich im unteren Bereich des Rahmens, oder knapp darunter, befindet.